Bloggertreffen 2014 und die Blogger-Mimosen

BTK14 01

Gestern fand also das Bloggertreffen 2014 in Köln statt und eigentlich wollte ich hier im Blog nichts darüber schreiben. Jetzt fühle ich mich dann aber doch dazu genötigt.

Zunächst jedoch

Die Deutsche Bahn war wieder supergeil. Enno, der das Wochenende über bei mir sein Lager aufschlug, Marcel und ich sind mit supergeiler Verspätung und einem Zugwechsel nach polizeilichen Ermittlungen in Bahn #01 beim Veranstaltungsgelände aufgeschlagen (dieses Mal wieder der Kölner Jugendpark), nachdem Mark und Lukas uns freundlicherweise am Bahnhof Messe/Deutz eingesammelt haben.

Wie dem auch sei: Auf den Gelände warteten schon die alten Bekannten, die teilweise bereits zum BTK-Inventar gehören: Till, Tobias, ChristianDarya, Alex, Thilo, Guddy (meine neue Nemesis), Marcel, die Party-PR-Fraktion bestehend aus Peter, Sebastian und Martin, viele weitere sowie natürlich die Organisatoren Andreas, Natascha und Florian, die ihren Job wieder super erledigt haben. Man hat geschnackt, am Kickertisch gezockt und vor allem getrunken – also geil, wie immer. So kennt man das Bloggertreffen und so hat man es auch lieben gelernt.

Aber: Blogger sind Mimosen

Alljährlich gibt es auch den typischen Eklat, der nie fehlen darf. Dieses Jahr ging es wohl irgendwie um eine Mischung aus angeblichem Bashing gegen die Mode-MädelZ und ebenso angeblichem Missmut gegen erstmalige Teilnehmer. Aber alles der Reihe nach:

Zunächst zum Bashing gegen die Mode-GirlZ: Es langweilt mich, viel mehr aber nervt es mich, dass da so ein großes Trara drum gemacht wird. Ich mag selbst sehr hitziger Natur sein, habe aber eines gelernt: Bashing aufgrund dessen, dass man über Thema XY bloggt, sollte man schlichtweg ignorieren. „Leben und lassen“, fertig. Ich werde auch dauernd kritisiert, derlei Leute gibt es halt immer und überall. Man kann es nicht jedem Recht machen, man muss es aber auch nicht im Nachhinein noch groß aufbauschen.

Die Fangfrage des Tages: Sind Blogger auf dem Bloggertreffen „feindlich“ gesinnt gegenüber neuen Teilnehmern, ignorieren diese und widmen sich lieber den bekannten Gesichtern? Dass das auf den ein oder anderen zutreffen mag, kann ich schlecht verneinen, denn keiner kann in die Gedanken der einzelnen Personen hineinblicken. Generell gesagt ist das aber ganz sicher nicht der Fall. Zumindest glaube ich, dass sich die beiden Marcels als Neulinge ganz gut angenommen gefühlt haben – so wirkte es zumindest auf mich. Auch Tobias hat sich im letzten Jahr wunderbar eingefunden und war dieses Jahr wieder mit dabei – „Neulinge“ (ich mag diesen Begriff eigentlich überhaupt nicht) sind also generell sehr willkommen.

Der springende Punkt dabei ist aber: Du wirst nicht großartig an die Hand genommen, denn auch als Neulinge seid ihr erwachsene Menschen und müsst daher auch die Gespräche mit den anderen suchen. Das ist in keiner großen Gruppierung anders, so läuft das eben. Ich wurde bei meinem ersten Bloggertreffen 2012 auch nicht mit großen Samthandschuhen angefasst und konnte mich damals trotzdem integrieren, da ich auf die anderen zugegangen bin. Das mag recht schwierig erscheinen, wenn man eher introvertierter Natur ist (was bei mir ganz offensichtlich nicht zutrifft), früher oder später muss man dann aber doch mal über den eigenen Schatten springen.

Geht ihr also auf die Leute zu, sind die ganz sicher offenherzig und willkommend eingestellt – ich gehe primär zwar wegen den mir bereits bekannten Teilnehmern hin, bin aber trotzdem nie abgeneigt gegenüber neuen Gesichtern und letzteres ist bei fast jedem der Fall. Ich persönlich halte übrigens auch recht wenig von Guddys diesbezüglichem Vorschlag (Link zum Beitrag siehe unten), denn wie bereits gesagt: Wir sind erwachsen und wenn wir etwas wollen, müssen wir dafür auch etwas tun. Ich für meinen Teil hatte von diesem Thema erst am nächsten Morgen über den Twitter-Hashtag gelesen, finde es aber deswegen nicht minder unfassbar, wenn ich ehrlich bin.

Blogger und Bands

Erstmals wurden für das Bloggertreffen auch mehrere Bands gebucht, drei davon spielten am Abend hintereinander in einem gesonderten Raum. Während ich dieser Neuerung im Vorfeld sehr kritisch gegenüber stand, hatte ich dabei letztlich doch durchaus Spaß, denn schlecht, wie zuvor befürchtet, waren sie keineswegs. Bei zwei der drei Bands war ich vorne als einer der wenigen mit dabei.

„Als einer der wenigen“ ist abermals ein gutes Stichwort, denn der Raum wurde zusehends leerer. Die Meisten verzogen sich dann doch eher und führten ihre Gespräche weiter. Ich empfand die Live-Musik letztlich als gute Abwechslung – schnacken kann man den ganzen Tag lang, die Musik war dann eine Gelegenheit, um einfach abzuschalten und Spaß zu haben und mit den Party-PR-Boys hatte ich zwischendurch viel Spaß mit Pogo und Co. Wie gesagt: Viele fanden es störend, sodass ich vermute, dass dieses Experiment eben jenes Experiment bleiben wird, was ich schade finde.

Das Einzige, was den Eindruck dann doch trübte, war die fehlende Musik nach der letzten Live-Band. Natascha sagte mir zuvor, dass die Spotify-Playlist nach der letzten Band wieder abgespielt werden sollte, was dann eben doch nicht der Fall war. Ich hatte auch das rege Gefühl, dass das so nicht geplant war, schade war es dann aber natürlich doch trotzdem.

Abschließend sei gesagt

Ich fand das Bloggertreffen auch in diesem Jahr wieder supergeil. Für mich ist es die Gelegenheit, ein Mal im Jahr zig Bekannte und Freunde auf einem Platz zu haben und zu sehen. Das war auch dieses Jahr wieder der Fall und es war wieder extrem spaßig. Nächstes Jahr werde ich wieder dabei sein und ich hoffe, dass es dann nicht wieder solche unnötigen Diskussionen geben wird, denn da schlägt es mir regelmäßig die Hand vor den Kopf. Ein großes Danke gilt natürlich den drei Organisatoren, die ihre Jobs, wie gesagt, super gemacht haben.

Fotos galore

Spontan entschied ich mich dagegen, meine Nikon D3100 mitzunehmen – zu sperrig, zu umständlich und Bier ist ohnehin wichtiger. Dazu macht mein OnePlus One ebenfalls ausgezeichnete Fotos. Folgende Impressionen stammen also vom Smarthphone, sind daher sicher nicht so gut, wie z.B. von Darya (Link wieder unten), aber nichtsdestotrotz total awesome:

Weitere Berichte und Impressionen:

Kommentare und konstruktive Diskussionen zu den angesprochenen Themen können übrigens gerne in die Kommentarsektion wandern!