2014: Mein ganz persönlicher Rückblick

Jahresrueckblick 2014

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, 2015 steht praktisch direkt vor der Tür. Ich persönlich nutze diese Zeit immer wieder gerne, um auf das jeweilige Jahr zurückzublicken – so natürlich auch dieses Mal, denn für mich war das Jahr ein spannendes und entscheidendes zugleich.

Prüfungsschiss

Anfang des Jahres stand die Abschlussprüfung meiner Ausbildung zum IT-Systemelektroniker an. Während dieser Prozess in vielen anderen Ausbildungszweigen mehr oder minder entspannt ist, setzt die IHK für IT-Berufe eine Projektarbeit voraus, die im einem festgelegten Zeitraum erledigt werden muss. Heißt im Endeffekt: Projektantrag einreichen, Ablehnung zurückbekommen, Projektantrag überarbeiten, wieder einreichen, sich während der Wartezeit die Hose vollmachen, dann den Antrag genehmigt bekommen. Dann wird das Projekt ausgearbeitet und dokumentiert – letzteres wird bei der IHK eingereicht, die Präsentation erfolgt bei der mündlichen Abschlussprüfung.


Das Projekt selbst (OpenVAS in IT-Infrastruktur implementieren) war eigentlich nicht allzu schwer, hat mich aber trotzdem den letzten Nerv gekostet – vor allem die Dokumentation. Dafür will die IHK nicht mehr als zehn Stunden der gegebenen 34 anberaumen – in der Praxis natürlich ein schlechter Witz, aber das ist unter Azubis ja mehr oder minder ein offenes Geheimnis. Zwischendrin dann noch die schriftliche Abschlussprüfung und ihr wollt gar nicht wissen, wie ich mir im Vorfeld in die Hose gemacht hab. Turns out: Alles nicht so schlimm, wie zuvor befürchtet. Kannte ich irgendwo her (Stichwort“Abiturprüfung“), daraus gelernt hatte ich diesbezüglich damals offensichtlich aber nicht. Sei es drum. Umso entspannter ging ich in die mündliche Prüfung. Meine Präsentation kam gut an – beim mündlichen Teil aber haben sie mich auseinander genommen. Hauptsache bestanden. Oder so.

Blogs und so

AppSpezis-Banner

Auch blogtechnisch war dieses Jahr einiges los. Mein Apps-Blog firmiert nun unter AppSpezis.de, es gab einen Besucherrekord und generell ging es sehr gut voran. Mehr dazu findet ihr im dortigen Jahresrückblick. Auch im dritten Jahr kann ich außerdem nicht glücklicher darüber sein, bei mobiFlip.de mitzuschreiben und dort ein ganzes Stück Verantwortung zu übernehmen. Ohne Witz: Ich kann mir kein besseres Team mit so vielen unterschiedlichen Charakteren und doch gleichen Interessen vorstellen – in diesem Jahr hatten wir auch zum ersten Mal die Gelegenheit, uns alle auf einem Microsoft-Event zu treffen, was ich so schnell nicht vergessen werde. <3

meetLumiaDUS

Foto von Michael Meidl


Einen gewissen Bruch gab es leider beim CoCast-Podcast – den wollten wir größer aufziehen mit mehr Content und mehr Shows – nur, damit ich im Endeffekt merke, dass Arbeit, alles rund ums Bloggen und der Aufwand mit dem CoCast auf Dauer doch zu viel für mich wird – auch ich habe meine Grenzen und die habe ich 2014 zum ersten Mal deutlich zu spüren bekommen, wenngleich ich froh darüber bin, dass ich das recht früh gemerkt und dementsprechend früh gehandelt habe. Schön ist das trotzdem nicht und ich hoffe, dass das im nächsten Jahr wieder besser vorangeht – alleine, weil mir das Projekt und die Leute, mit denen ich diesen betreibe, am Ende des Tages doch sehr am Herzen liegen.

Besonders stolz bin ich aber auf unser noisiv.de-Projekt. Das haben Torge und ich wiederbelebt, seitdem werden wir von Tim, Babak und Sean tatkräftig unterstützt. Ich für meinen Teil habe leider nicht die Zeit, um annähernd so viele Beiträge zu schreiben, wie ich wollen würde, allerdings sind die drei voller Tatendrang und Engagement mit dabei, was ich einfach schön zu sehen finde. Das Projekt entwickelt sich endlich nennenswert weiter, der Themen-Kosmos wurde größer, es gab ein Redesign und der Content der drei ist klasse, wie ich finde – definitiv einen Blick wert, Leute!

Und sonst so?

2014 war auch das Jahr, an dem ich endlich mal wieder das eine oder andere Konzert besucht habe: Intergalactic Lovers in Essen sowie Turbostaat in Bochum und beim Doppelkonzert in Köln. Das ist eigentlich echt nicht viel und geplant war auch, dass ich mir unter anderem noch die Blood Red Shoes und die Beatsteaks anschaue. Leider klappt nicht immer alles und oft mangelt es mir dann doch auch an der Zeit – dann eben im nächsten Jahr.

Deichbrand 2014

Gesondert erwähnen will ich auch nochmal das Deichbrand-Festival. Nachdem ich im letzten Jahr nicht dabei sein konnte, ließ ich mir das 2014 nicht nehmen und es hat sich gelohnt. Ich lehne mich nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass das wohl die beste Deichbrand-Ausgabe war, die ich bisher erlebt habe. Außerdem ist es immer wieder super, alle Freunde, die mittlerweile recht verteilt wohnen, ein Mal im Jahr an einem Ort zu haben. Die Bands waren super, das Wetter war super, mein Zelt war super – nächstes Jahr garantiert wieder!


Alles in allem

Selfie

Insgesamt blicke ich auf dieses Jahr zurück und muss doch sagen, dass ich gerne auf 2014 zurückblicken werde. Das Jahr hat mich enorm weitergebracht und das meine ich nicht nur mit Blick auf meinen Kontoauszug nach der abgeschlossenen Ausbildung. Ich bin generell ein Stück „weitergekommen“ und auch „angekommen“, es gab Rückschläge und sonderbares, aber auch sehr viel gutes.

2015 wird für mich definitiv einige Herausforderungen beinhalten, die ich bereits jetzt absehen kann. 2014 hat mich darin bestärkt, mich dem allem zu stellen. Es war ein gutes Jahr, insgesamt ein erfolgreiches und eines, das mich hervorragend auf das nächste vorbereitet hat. Ich habe hart und viel gearbeitet, aber auch wieder ein wenig mehr Zeit für mich gefunden, worüber ich sehr froh bin. So kann es 2015 gerne weitergehen!